Archiv der Kategorie: Allgemein

Tag 18: Washington D.C.

Das weiße Haus, das Kapitol und alles andere sind schon viel besser als von mir fotografiert worden, deswegen hier nur ein paar persönliche Eindrücke.

Tag 17: Bei den Amish-People

Es war ein total faszinierendes Erlebnis, zu sehen, wie die Amish ihre uralten Traditionen in einem Umfeld des 21. Jahrhunderts weiterleben. Beide Seiten scheinen sich zu tolerieren und mehr noch, zu respektieren. Die zahlreichen Nachkommen der Farmerinnen und Farmer werden nicht gezwungen, in der Community zu bleiben, im Gegenteil, sie haben eine Übergangszeit zwischen der Kindheit und dem Erwachsenwerden, in dem sie geradezu aufgefordert sind, sich in der sie umgebenden Welt umzutun und dann zu entscheiden, wie sie leben wollen. Die Zeit wird als „Rumspringa“ bezeichnet und das klingt nicht zufällig deutsch, vielmehr ist die Sprache der Amish ein deutscher Dialekt, weil sie, aus der Schweiz kommend, zunächst nach Deutschland flüchteten, bevor sie von den USA angeworben wurden. Sprache und Kultur werden, wohl aus Versehen, auch als Pennsylvanian Dutch bezeichnet. Zugegebenermaßen klingt diese Entscheidungsfreiheit liberaler als sie ist: Nach nur acht Schuljahren bei Lehrkräften, die nur aus der Amish-Community stammen, fehlt schlicht auch viel kulturelles Kapital, um eine wirkliche Chance zu haben, beruflich außerhalb der eigenen Gruppe zu reüssieren. Wohl auch deswegen entscheiden sich 85% der jungen Leute für den Verbleib in ihrer Religionsgemeinschaft. Wir haben tatsächlich eine Kutsche mit angebundenem Pferd vor einem Supermarkt gesehen, konnten das Bild aber leider nicht festhalten. Die Menschen lassen sich schon aus religiösen Gründen nicht fotografieren, wäre auch davon unabhängig komisch, wir sind ja nicht im Zoo.
Die Amish benutzen im Haus keine Elektrizität, wohl aber Batterien und mit Gas erzeugten Strom. Sie fahren keine Autos (der Führerschein bräuchte ein Bild, und das ist gegen die Religion), aber auch nicht Fahrrad, sondern nur eine spezielle Art von Rollern. Die Kleider- und Frisurvorschriften sind streng einzuhalten. Auch Traktoren werden nicht genutzt, sondern Arbeitspferde und -Mulis.

Tag 16

Heute aber wirklich mal amerikanische Geschichte: Gettysburg. Was der Guide bei der zweistündigen Rundfahrt erzählte, hatte wohl viel mit dem detaillierten Schlachtverlauf zu tun, verstanden habe ich fast nix, der Herr kam mindestens aus Texas. Vielleicht hätte er sich auch mehr Mühe gegeben, wenn wir uns als Nicht-Muttersprachler zu erkennen gegeben hätten, aber wir sind ja so schüchtern. Nun also im Wesentlichen Bilder:

Tag 15 der Rundreise

Heute war ein langer Fahrtag, von Ticonderoga nach Lebanon … nein, nicht das in New Hampshire, in Ohio oder New Jersey, das in Pennsylvania. Draußen 36 Grad, im Auto war es natürlich erträglich. Supernettes Airbnb, leider so gar nicht urban, geht schon! Zwischendurch haben wir in Albany Station gemacht, der Hauptstadt des Staates New York, durchaus sehenswert

Der nächste Stop auf der langen Fahrt war: Woodstock im Staate New York. Der Zusatz ist wichtig, Orte gleichen Namens gibt es in New Hampshire und auch in Vermont, wahrscheinlich auch mindestens einmal in jedem anderen Bundesstaat. Aber hier, um genau zu sein, in Bethel, das auch doppelt vorkommt, sogar innerhalb eines Staates, hat die Mutter aller Festivals stattgefunden!

Auch das war in Albany …

Tag 14 der Rundreise durch den Nordosten der USA – ja, da fehlt einiges zwischen Tag 3 und 14, wird nachgeliefert!

Frühstück in Lebanon, New Hampshire

Besuch auf der Sugarbushfarm in der Nähe von Woodstock, Vermont. Dort haben wir alles gelernt, was wir schon immer über die Herstellung von Maple-Sirup lernen wollten, es war wunderschön und entschleunigend.

Bei Ben & Jerrys, ebenfalls Vermont, gab es keine Führung mehr, nach langem Anstehen aber ein Eis; finde es persönlich überschätzt …

Montpelier ist die kleinste Hauptstadt eines Bundesstaates der USA, Vermont, hat aber ein beeindruckendes State House.

Burlington liegt wunderschön am Lake Champlain, der bis Québec reicht.

Tag 2:

Die Stühle im Park des Wohnheims der Harvard University waren auf neue Studierende, der Park ist aber öffentlich, jeder und jede kann dort Zeit verbringen.

Flucht vor der Hitze – gemeinsam mit einem Jetlag sind 36 Grad schwer zu ertragen – in Bostoner Aquarium.

Menschen und´s Ländle

Allzu weite Reisen sind nach wie vor schwierig, aber kleinere Trips zur Familienforschung haben ja auch ihren Reiz … der singuläre Berliner Feiertag am 8. März ermöglichte eine Fahrt nach Schemmerberg. Nein, das muss man nicht kennen, Schemmerberg liegt in Oberschwaben, ist Teil einer nicht unangenehmen, aber etwas langweiligen, kirchlich dominierten Landschaft, seit 1971 Teil der Gemeinde Schemmerhofen im Osten Baden-Württembergs, hat ca. 1200 Einwohner, eine Kirche auf´m Berg, voll katholisch, ein altes, ehemaliges Rathaus und einen reizenden Ortsvorsteher.

Herr Hinsinger hat auf meine Anfrage bei der Gemeinde Schemmerhofen sofort reagiert, sich mit anderen älteren Einwohnern in Verbindung gesetzt und mir bei der Recherche, wann welches Familienmitglied zu- und weggezogen ist, unglaublich geholfen.

Schemmerberg ist ein Dorf, dessen Jugend zu großen Teilen nach Berlin auswandert, dessen Strukturen vor den Augen der Beteiligten verdorren, das in den 50er Jahren nicht genau wissen wollte, woher die Bewohner kommen, was sie während des Krieges getan und nicht getan haben … versehen mit einer prunkvollen Kirche, schwäbischem Wohlstand und kultureller Verwahrlosung. Die verschiedenen Vereine erhalten das dörfliche Leben und leiden, wie überall, unter Nachwuchsmangel.

Das Wappen der ehemaligen Schemmerberger Mühle:

Schemmerberg liegt im Einzugsbereich der Kreisstadt Biberach an der Riß, deutlich freundlicher und lebhafter als die umgebenden Gemeinden, mit einer Art Denkmal als Alleinstellungsmerkmal:

Der Esel von Peter Lenk, angelehnt an eine Geschichte von Christoph Martin Wieland, in der es um einen Esel und seinen Schatten geht. In dem Streit darum wird der Esel in Stücke gerissen … und ist nun als Skulptur fester Bestandteil des Biberacher Marktplatzes.

In Biberach gibt es auch noch andere entzückende Kirch- und Fachwerkbauten:

Der Marktplatz in Biberach

Mal wieder eine Flugreise!

Zur Erholung von der langen Zeit ohne ferne Ziele ging es erstmal mit Ingrid nach Fuerteventura, in einen ebenso ungewohnten wie unheimlich schönen Urlaub in einer Ferienanlage im Süden der Insel. Am Flughafen Frankfurt traurige Bilder, coronabedingt:

Aber: Einmal angekommen in der Ferienanlage, hat der wunderschöne Eingangsbereich uns verschluckt und uns von Samstag bis Freitag, in Ingrids Fall von Samstag bis Samstag, nicht wieder ausgespuckt.

Es war auch zu schön am Strand, wir sind stundenlang spazieren gegangen, haben in der Sonne herumgelegen und es uns in der Anlage und am gesunden Büfett gutgehen lassen.

Direkt vor der Tür war es nicht übertrieben reizvoll:

Ingrid kannte die Insel, aber ich hatte am letzten vollständigen Tag des Aufenthaltes doch den Eindruck, mir ein wenig die Welt außerhalb der Hotelanlage anschauen zu sollen und bin zunächst nach Corralejo gefahren.

Der Charme des Ortes ist genauso spröde, aber von einer reizvollen Morbidität wie die Ausstrahlung der vulkanischen Landschaft drumherum:

Fazit: Es ist gut, die Touristen an Orten zu konzentrieren, an denen sowieso nichts anderes möglich ist als das tolle Klima und die reizarme Umgebung zu genießen.