Archiv der Kategorie: Allgemein

23. und letzter Tag

Heute Abend geht der Flieger, wir sind ja immer noch wunderbar untergebracht und können den Tag genießen.

Die Ausstellungen, aus denen die Aufnahmen stammen, sind wirklich zeitgenössisch, junge Künstler aus unterschiedlichen sozialen Gruppen, total spannend. Und das Museum bzw. Institut liegt traumhaft:

Blick aus dem Institut of Contemporary Art, Boston

Nun fliegen wir mit gemischten Gefühlen – Freude auf zu Hause, aber auch ein bisschen Trauer, weil die unglaublich intensive Reise zu Ende geht. Beides geht in Ordnung.

Tag 22: Fulminanter Abschied im Baseballstadion

Heute ist der letzte vollständige Tag, ich bin ja nun wirklich nicht das erste Mal in den USA, hatte aber bis vor wenigen Stunden keine Ahnung vom Nationalsport Baseball. Wieder eine Wissenslücke geschlossen. Das Spiel ist viel spannender als gedacht, hat aber durchaus auch Längen, erstens sowieso und zweitens wegen der zahllosen Fernsehauszeiten. Aber das Fenway-Stadion der Red Sox aus den 30er oder 40er Jahren ist absolut sehenswert und es hat richtig Spaß gemacht. Und gewonnen haben sie auch noch!

Tagsüber Freedom-Trail bei bewölkten Himmel und doofem Licht, deswegen nur ein paar experimentelle Bilder vom Navy Yard.

Tag 21: Lange Fahrt nach Boston, Ende der Rundtour

So nebenbei auf dem Weg …

Die letzten beiden Nächte dürfen wir in dem Apartment verbringen, in dem auch Toni die ersten Wochen ihres Aufenthaltes hier gewohnt hat. Der Blick geht direkt auf den Hafen, es ist wunderschön und wirklich unglaublich großzügig von „Lars ´Tante“, dass wir in ihrer Abwesenheit hier übernachten dürfen!

Tag 20: Philadelphia

Der Kreißsaal der amerikanischen Nation.

Tag 19: Fahrt nach Philadelphia über Baltimore

Wir sind ewig lange gefahren, das lag aber nicht nur an der Strecke, sondern auch am unglaublichen Stress, den Toni wegen einer Deadline zur Abgabe eines Antrags auf einen gigantischen Forschungs-Grant hatte … über die Organisation des Labors / Lehrstuhls oder wie auch immer die Einheitsbezeichnung in Harvard lautet, sei hier geschwiegen. Sie hatte die Nacht fast durchgearbeitet und machte hinten im Auto einfach weiter, was zu verschiedensten Komplikationen führte. Wie auch immer, wir haben in Baltimore Station gemacht, die Kids waren nicht wirklich begeistert. Das einzig Sehenswerte dort scheint der Inner Habor zu sein.

Die Stadt war sicher mal nett angelegt, die Reste sind aber total überrumpelt von fürchterlichen Bauten der 70er und 60er Jahre!

Weiter ging es nach Philly, wie Insider sagen, ins beste Airbnb der ganzen Tour

in einer auch noch coolen neighbourhood:

Tag 18: Washington D.C.

Das weiße Haus, das Kapitol und alles andere sind schon viel besser als von mir fotografiert worden, deswegen hier nur ein paar persönliche Eindrücke.

Tag 17: Bei den Amish-People

Es war ein total faszinierendes Erlebnis, zu sehen, wie die Amish ihre uralten Traditionen in einem Umfeld des 21. Jahrhunderts weiterleben. Beide Seiten scheinen sich zu tolerieren und mehr noch, zu respektieren. Die zahlreichen Nachkommen der Farmerinnen und Farmer werden nicht gezwungen, in der Community zu bleiben, im Gegenteil, sie haben eine Übergangszeit zwischen der Kindheit und dem Erwachsenwerden, in dem sie geradezu aufgefordert sind, sich in der sie umgebenden Welt umzutun und dann zu entscheiden, wie sie leben wollen. Die Zeit wird als „Rumspringa“ bezeichnet und das klingt nicht zufällig deutsch, vielmehr ist die Sprache der Amish ein deutscher Dialekt, weil sie, aus der Schweiz kommend, zunächst nach Deutschland flüchteten, bevor sie von den USA angeworben wurden. Sprache und Kultur werden, wohl aus Versehen, auch als Pennsylvanian Dutch bezeichnet. Zugegebenermaßen klingt diese Entscheidungsfreiheit liberaler als sie ist: Nach nur acht Schuljahren bei Lehrkräften, die nur aus der Amish-Community stammen, fehlt schlicht auch viel kulturelles Kapital, um eine wirkliche Chance zu haben, beruflich außerhalb der eigenen Gruppe zu reüssieren. Wohl auch deswegen entscheiden sich 85% der jungen Leute für den Verbleib in ihrer Religionsgemeinschaft. Wir haben tatsächlich eine Kutsche mit angebundenem Pferd vor einem Supermarkt gesehen, konnten das Bild aber leider nicht festhalten. Die Menschen lassen sich schon aus religiösen Gründen nicht fotografieren, wäre auch davon unabhängig komisch, wir sind ja nicht im Zoo.
Die Amish benutzen im Haus keine Elektrizität, wohl aber Batterien und mit Gas erzeugten Strom. Sie fahren keine Autos (der Führerschein bräuchte ein Bild, und das ist gegen die Religion), aber auch nicht Fahrrad, sondern nur eine spezielle Art von Rollern. Die Kleider- und Frisurvorschriften sind streng einzuhalten. Auch Traktoren werden nicht genutzt, sondern Arbeitspferde und -Mulis.

Tag 16

Heute aber wirklich mal amerikanische Geschichte: Gettysburg. Was der Guide bei der zweistündigen Rundfahrt erzählte, hatte wohl viel mit dem detaillierten Schlachtverlauf zu tun, verstanden habe ich fast nix, der Herr kam mindestens aus Texas. Vielleicht hätte er sich auch mehr Mühe gegeben, wenn wir uns als Nicht-Muttersprachler zu erkennen gegeben hätten, aber wir sind ja so schüchtern. Nun also im Wesentlichen Bilder:

Tag 15 der Rundreise

Heute war ein langer Fahrtag, von Ticonderoga nach Lebanon … nein, nicht das in New Hampshire, in Ohio oder New Jersey, das in Pennsylvania. Draußen 36 Grad, im Auto war es natürlich erträglich. Supernettes Airbnb, leider so gar nicht urban, geht schon! Zwischendurch haben wir in Albany Station gemacht, der Hauptstadt des Staates New York, durchaus sehenswert

Der nächste Stop auf der langen Fahrt war: Woodstock im Staate New York. Der Zusatz ist wichtig, Orte gleichen Namens gibt es in New Hampshire und auch in Vermont, wahrscheinlich auch mindestens einmal in jedem anderen Bundesstaat. Aber hier, um genau zu sein, in Bethel, das auch doppelt vorkommt, sogar innerhalb eines Staates, hat die Mutter aller Festivals stattgefunden!

Auch das war in Albany …