Archiv des Autors: AvK in der weiten Welt

Schreibwerkstatt in München

Wie im letzten Jahr war ich in der sogenannten großen Sommerwerkstatt, durchgeführt von Jürgen vom Scheidt. Eigentlich kaum zu glauben, dass es aus Altersgründen seine letzte ist, im nächsten Jahr wird sein Sohn Jonas das schwere Erbe antreten.

Julius, Edith & Claudia, die drei schreiben schon lange, auch gemeinsam.

Thomas und Matéka, beide im Film-, Fernseh- und Theaterbereich schon lange etabliert und kreativ

Beate und Ulrike, die beiden haben sich ab und zu gerne von dem offensichtlich sehr guten Rotwein im gemeinsamen Hotel inspirieren lassen, die Methode schien erfolgreich.

Ach ja, ich war auch da, das Bild hat Thomas gemacht.

Eindrücke vom gemeinsamen Ausflug in das Ägyptische Museum.

Skagen

Am nördlichsten Zipfel von Dänemark ist echt was los! Menschenmengen bewegen sich zu dem Punkt, an dem Nord- und Ostsee aufeinandertreffen, Insider sprechen von Skagerak und Kattegat. Landschaft und Wetter prima, Gastronomie und Essen insg. entsprechen meinen (niedrigen) Erwartungen, aber wir sind halt weder in Frankreich noch in Italien.

Von Schweden nach Dänemark

In den deutschen Zeitungen online liest es sich schon wieder schrecklich, hier oben ist es maskenmäßig und auch sonst total entspannt, keine Ahnung, ob das nun richtig ist oder nicht, aber wir genießen es! Mit dieser Fähre

sind wir nach Frederikshavn geschippert, dort in der Nähe, in Saeby, sehr nett untergekommen und haben uns abends das Dörfchen angeschaut. Es hat, wie die ganze Gegend, eine solide dänische touristische Infrastruktur, auf dem großen Platz spielte eine Band, deren Mitglieder im Alter die gecoverten Songs noch deutlich übertrafen und ihre Musik fast bewegungsfrei darboten, ein Wippen in den Knien war schon ekstatisch. Aber sie hatten Spaß am Job und beim letzten Lied, C ´est la vie, tobte das Volk, gute Laune in skandinavischer Reinkultur!

Ansonsten ein reizender Ort, ähnlich wie die schwedischen Städte fast beängstigend hübsch, sauber und aufgeräumt.

Irgendwie haben die skandinavischen Innenarchitekt:innen einen Sinn für die dramatische Hängung von Spiegeln.

Südschweden, Malmö, Lund, Ystad

Die Orte sind sauber, hübsch, aufgeräumt und sehen so aus, als seien sie extra für Touristen in einem Puppenstubenlabor entwickelt worden, unglaublich. Dazu auch noch perfektes Wetter und Ostseestrand. Die Situation in Rheinland-Pfalz, NRW und inzwischen auch Bayern und Sachsen erscheint von hier aus wie ein Alptraum.

Beddingestrand

Amsterdam, Kampen, Zwolle & Urk

Auf den Spuren der Familie ging es in das Hochinzidenzgebiet Holland, solange die Welt noch offen ist. Die Hoffnung, dass Amsterdam, seit Jahren gebeutelt vom Partytourismus, noch erträglich ist, zerschlug sich leider schnell.

Schön ist die Stadt trotzdem noch..

Ganz anders das kleine Kampen, hier dominiert das hanseatische Kleinstadtflair, die Stadt ist zauberhaft und übergangslos in die Natur eingebettet.

Zwolle & Urk

Genauso besonders wie die Namen der Städte ist auch deren Flair, Zwolle ist immerhin eines der Zentren in Overijssel, Urk ein kleines und sehr calvinistisch-gereformeerdes Fischerdorf mit durchaus vorhandener touristischer Infrastruktur.

Nach dem Aufenthalt im Partyzentrum von Amsterdam brauchte ich Kontrastprogramm in Kampen und fand es auf einem stadtnahen (5 Min. per Rad) Campingplatz. Der Bauwagen könnte auch auf einem besetzten antifaschistisch-antikapitalistischem Gelände in Friedrichshain stehen, befindet sich aber im Kontext niederländischer Wohnwagenspießigkeit in ihrer erlesensten Form.